Kraichgau-Stromberg-Tourismus | 10.02.2026
Während vielerorts im Februar der Fasching das öffentliche Leben prägt, suchen andere gezielt nach Gegenentwürfen: nach ruhigen Tagen, überschaubaren Wegen und Orten, an denen der Winter ohne Programm auskommt. Im Land der 1000 Hügel finden sich viele solcher stillen Orte: Die Landschaft ist offen, touristische Hotspots sind wenig frequentiert, und viele Angebote richten sich an Menschen, die bewusst Abstand vom närrischen Treiben nehmen möchten.
Bewegung findet vor allem draußen statt – ohne sportlichen Anspruch. Kurze Spaziergänge und Wintertouren führen durch Weinberge, Täler und Waldgebiete, in denen der Blick im Winter weiter reicht als zu anderen Jahreszeiten. Rund um das Kloster Maulbronn, bei Vaihingen an der Enz oder im Zabergäu lassen sich Strecken wählen, die auch in der kalten Jahreszeit gut begehbar sind. Tourenvorschläge stellt der Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. unter anderem online sowie über Plattformen wie Komoot bereit. Im Vordergrund steht nicht die Distanz, sondern das Unterwegssein in einer ruhigen Umgebung.
Einen bewussten Kontrast zur Bewegung im Freien bilden thermische Angebote in der Region. Einrichtungen wie das Thermarium oder die Thermen & Badewelt Sinsheim werden im Februar vor allem als Rückzugsorte genutzt. Thermalwasser, Saunalandschaften und Ruheräume bieten Möglichkeiten zur Erholung, ohne dass ein saisonales Rahmenprogramm im Vordergrund steht.
Auch gastronomisch ist der Februar eine vergleichsweise entspannte Zeit. Besenwirtschaften und Weinstuben sind geöffnet, ohne dass der Andrang der Herbstmonate spürbar ist. In Orten wie Kürnbach, Maulbronn, Gemmrigheim oder Oberderdingen prägen regionale Küche und Weine das Angebot. Betriebe wie die Weinstube Plag oder der Waldenserbesen stehen exemplarisch für eine Besenkultur, die im Winter überschaubar und persönlich bleibt. Welche Besen aktuell geöffnet haben, zeigt der digitale Besen-Guide des Kraichgau-Stromberg Tourismus e. V., eine Web-App mit Kartenansicht, Öffnungszeiten und ergänzenden Tourenvorschlägen.
Wer es ruhiger mag, findet im Land der 1000 Hügel kleine Cafés, Vinotheken und Stuben, die im Februar zu Rückzugsorten werden. Die Speisekammer in Diefenbach etwa fühlt sich an wie ein Wohnzimmer, in dem selbstgebackene Kuchen und warme Getränke den Ton angeben. Im Sofi-Café in Bietigheim-Bissingen wird eine klassische englische Tea Time zelebriert – ein Ritual, das den Nachmittag entschleunigt und den Blick nach innen lenkt. Auch die Restauration Zaiß in Illingen-Schützingen fügt sich in dieses Bild ein: schwäbische Küche mit feinen Akzenten und einem Wohlfühlambiente.
So zeigt sich der Februar im Land der 1000 Hügel von seiner schönsten Seite: entschleunigt und voller Orte, an denen man ankommt – fernab von Lärm, Terminen und närrischem Treiben.
