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> „Jeder Dritte bekommt schon jetzt Sozialhilfe!“ – Eigenanteil in der stationären Pflege steigt drastisch: VdK fordert mutige Pflegereform

VdK Ortsverband Oberes Zabergäu

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VdK Ortsverband Oberes Zabergäu | 07.03.2026

„Jeder Dritte bekommt schon jetzt Sozialhilfe!“ – Eigenanteil in der stationären Pflege steigt drastisch: VdK fordert mutige Pflegereform

Pflege ist in Baden-Württemberg besonders teuer und der Eigenanteil steigt weiter:

im Jahr 2026 auf 3532 Euro monatlich im ersten Jahr. Das heißt: Im Schnitt müssen

die Pflegebedürftigen für einen Heimplatz im ersten Jahr jeden Monat 3532 Euro aus

eigener Tasche hinzuzahlen, zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Zum

Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Eigenanteil monatlich im ersten Jahr noch bei 2907

Euro. „Etwa jeder dritte Pflegeheim-Bewohner bekommt schon heute Sozialhilfe! Das

sind 28 250 Menschen (Ende 2024) allein in Baden-Württemberg.

„Und was 3532 Euro Eigenanteil heißen wird schnell klar, wenn man sich die

Durchschnittsrente in Deutschland anschaut: Männer bekamen Ende 2024 gerade

einmal 1405 Euro, Frauen 955 Euro. Wer kann da 3532 Euro monatlich für die

stationäre Pflege im Pflegeheim zahlen?“ Der Sozialverband VdK Baden-

Württemberg e.V. fordert eine mutige nachhaltige Pflegereform und endlich die

Übernahme der Investitionskosten durch das Land Baden-Württemberg.

Die Investitionskosten als Teil des Eigenanteiles liegen aktuell bei 461 Euro. Nach

dem Elften Sozialgesetzbuch ist auch das Land Baden-Württemberg für die

Vorhaltung einer leistungsfähigen und zahlenmäßig ausreichenden und

wirtschaftlichen pflegerischen Versorgung verantwortlich. Fakt ist jedoch, dass das

Land aus der öffentlichen Förderung von stationären Pflegeheimen im Jahr 2010

ausgestiegen ist. Baden-Württemberg beteiligt sich somit nicht mehr an den

Investitionskosten. UG

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