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Aus dem Gemeinderat

Alle aktuellen Nachrichten rund um Zaberfeld

Aus dem Gemeinderat | 10.03.2026

Ratssplitter 03.03.2026

Glasfaserausbau in Zaberfeld

Im September 2023 hat der Glasfaserausbau durch die Deutsche GigaNetz GmbH im Ortsteil Zaberfeld begonnen. Seitdem wurden im Kernort verschiedene Tiefbauarbeiten durchgeführt und Hausanschlüsse verlegt. Ein Teil der Haushalte kann bereits das schnellere Internet nutzen. Die Bauarbeiten waren für die Bevölkerung teilweise mit Lärm, Verschmutzungen und Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden. Auch für die Gemeindeverwaltung bedeutete der Ausbau einen erheblichen zusätzlichen Aufwand, insbesondere durch zahlreiche Abstimmungsgespräche sowie regelmäßige Baustellenkontrollen. Leider ist der Ausbau bislang nicht wie ursprünglich geplant verlaufen. Das ursprünglich angestrebte Ziel, den Ausbau bis Ende 2024 im gesamten Gemeindegebiet von Zaberfeld abzuschließen, konnte nicht erreicht werden. Wiederholte Wechsel bei der Bauleitung und den ausführenden Bautrupps vor Ort, länger andauernde Baustellenunterbrechungen sowie teilweise fehlende oder nicht beantragte Genehmigungen haben in der Vergangenheit immer wieder zu Verzögerungen im Bauablauf geführt. Darüber hinaus rechnet die Gemeinde aufgrund mangelhafter Bauausführungen mit erheblichen Folgekosten. In der Gemeinderatssitzung berichteten Vertreter der Deutschen GigaNetz GmbH über den aktuellen Stand der Arbeiten. Dabei brachten sowohl Gemeinderat als auch Verwaltung ihren Frust und ihren Ärger über den bisherigen Verlauf des Ausbaus deutlich zum Ausdruck. Verlässliche Aussagen zum genauen Zeitplan konnten die Vertreter des Unternehmens auf Nachfrage aus dem Gremium jedoch auch diesmal nicht machen. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Arbeiten im März im Kernort Zaberfeld wieder aufgenommen werden. Ziel ist es, den Ausbau im Ortsteil Zaberfeld bis Sommer 2026 abzuschließen und alle Haushalte, die einen Anschluss beantragt haben, mit schnellem Internet zu versorgen. Sobald dies ordnungsgemäß erfolgt ist, soll der Ausbau in den weiteren Ortsteilen Michelbach, Leonbronn und Ochsenburg fortgesetzt werden. Trotz der Schwierigkeiten in der Vergangenheit versicherten die Vertreter der Deutschen GigaNetz GmbH in der Sitzung, dass alle Haushalte, die einen Anschluss beantragt haben, auch tatsächlich angeschlossen werden. Von rund 2.100 Anschlussadressen in der Gesamtgemeinde haben bislang 1.198 Haushalte einen Glasfaseranschluss bestellt. „Wir möchten Verbindlichkeit schaffen und den Glasfaserausbau zuverlässig und zur Zufriedenheit der Gemeinde sowie der Kundinnen und Kunden fertigstellen“, erklärten die Vertreter des Unternehmens in der Gemeinderatssitzung. Dennoch bleiben nach dem Sachstandsbericht bei Bürgermeisterin Diana Danner und dem Gemeinderat weiterhin Unzufriedenheit und Skepsis hinsichtlich des bisherigen Verlaufs und des weiteren Zeitplans.

Projektentwicklung „Schloßberg – Ortsmitte II“ – Festlegung der Nutzung für das Projektgrundstück

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für die Entwicklung der gemeindeeigenen Grundstücke Nr. 74/3, 75/6 und 76/1 im Bereich „Schloßberg“ gestellt. Für das zentral im Ort gelegene Areal wurde eine Wohnnutzung als künftiger Schwerpunkt der Entwicklung beschlossen. Die Flächen befinden sich im Eigentum der Gemeinde und stellen aufgrund ihrer Lage im Ortszentrum ein bedeutendes Potenzial für die Innenentwicklung dar. Ziel ist es, das Projektgrundstück städtebaulich sinnvoll weiterzuentwickeln, zu vermarkten und einer neuen Bebauung zuzuführen. Sowohl im Rahmen eines Zielfindungsprozesses mit dem Gemeinderat am 7. Juli 2025 als auch bei einer Bürgerbeteiligung am 23. September 2025 wurde deutlich, dass eine Wohnnutzung von allen Beteiligten klar priorisiert wird. Das geplante Wohnangebot soll generationenübergreifend ausgerichtet sein und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen ansprechen. Besonders berücksichtigt werden sollen junge Menschen, Familien, ältere Menschen, Einzelpersonen und Pflegekräfte, für die aktuell Wohnraum im Ort benötigt wird. Damit reagiert die Gemeinde gezielt auf den bestehenden Wohnraumbedarf. Im Zuge der Entwicklung ist es dem Gemeinderat zudem ein wichtiges Anliegen, den Kreuzungsbereich Schloßberg / Leonbronner Straße zu entschärfen und die Verkehrssituation zu verbessern. Aus der Bürgerschaft wurde insbesondere der Wunsch geäußert, Grünflächen mit Sitzgelegenheiten zu integrieren und den dörflichen Charakter des Ortszentrums zu erhalten. Auf Grundlage der nun beschlossenen Wohnnutzung wird die STEG Stadtentwicklung GmbH den weiteren Projektverlauf fortführen und eine darauf aufbauende Bebauungsstudie erarbeiten. Diese wird dann dem Gemeinderat zur weiteren Beratung und Entscheidung vorgelegt.

Lebendige und verkehrsberuhige Ortsmitten - Vorstellung der Qualitätserfassung für die Gemeinde Zaberfeld

Der Gemeinderat hat die Ergebnisse der Qualitätserfassung der Ortsdurchfahrt zur Kenntnis genommen. Die Untersuchung erfolgte im Rahmen des Landesprojekts „Lebendige und verkehrsberuhigte Ortsmitten“ des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg. Ziel des Programms ist es, Städte und Gemeinden bei der Weiterentwicklung ihrer Ortsmitten zu attraktiven, sicheren und lebendigen Aufenthaltsorten zu unterstützen. Im März 2025 hatte der Gemeinderat beschlossen, über das Klimaschutzmanagement des Gemeindeverwaltungsverbands einen sogenannten Qualitäts-Check für die Ortsdurchfahrt durchführen zu lassen. Dieses Angebot des Landes ist für Kommunen kostenfrei. Untersucht wurden unter anderem Fuß- und Radverkehr, Aufenthaltsqualität, öffentlicher Verkehr sowie die Verträglichkeit des Kraftverkehrs. Daraus wurden verschiedene Handlungsempfehlungen für die Gemeinde entwickelt, etwa barrierefreie Querungsstellen, breitere Gehwege, Radabstellanlagen, Verbesserungen an Bushaltestellen, mehr Sitzgelegenheiten und Grünflächen, mögliche verkehrsberuhigende Maßnahmen. Die vorgestellten Visualisierungen zeigen beispielhaft, wie eine Umgestaltung der Michelbacher Straße oder die Integration der Zaber mit einem Aufenthaltsbereich in Wassernähe aussehen könnte. Die vorgestellten Ideen würden die Ortsmitte und die Michelbacher Straße massiv aufwerten, wobei in der Gemeinderatsdiskussion klar zum Ausdruck gebracht wurde, dass die Parkplatzsituation bei allen zukünftigen Planungen mit einzubeziehen ist. Bei der vorgestellten Qualitätserfassung geht es aber zunächst rein um das Sammeln von Ideen, die dem Gemeinderat als Grundlage später für weitere Beratungen und mögliche Förderanträge dienen werden.

Wohnungsbauturbo

Der Bundestag hat im Oktober 2025 eine Reform des Baugesetzbuches beschlossen, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Künftig sind Befreiungen von Bebauungsplänen für Wohnbauvorhaben leichter möglich. Zudem wurde mit dem sogenannten „Wohnungsbauturbo“ eine bis Ende 2030 befristete Sonderregelung geschaffen, die Kommunen mehr Flexibilität bei der Schaffung von Wohnraum einräumt. Ob und in welchem Umfang diese Möglichkeiten in Zaberfeld genutzt werden, entscheidet die Gemeinde im Einzelfall im Rahmen ihrer Planungshoheit. Der Gemeinderat hat die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Kenntnis genommen.

Bestellung von Frau Katja Tauch zur Standesbeamtin der Gemeinde Zaberfeld

Mit Wirkung vom 04.03.2026 wird Katja Tauch als weitere Standesbeamtin für die Gemeinde Zaberfeld bestellt und unterstützt künftig Petra Tesching sowie die Eheschließungsstandesbeamtinnen Bürgermeisterin Diana Danner und Jana Rottner.

Annahme von Spenden – Nachgenehmigung 2025

Der Gemeinderat hat eine weitere Spende für das Projekt „Naturnaher Schulhof“ angenommen.

Bauvorhaben

Der Gemeinderat hat dem Bauantrag für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Zaberfeld, Schillerstraße, Flurstück 3196, zugestimmt.

Bekanntgaben

Die Mensa der Grundschule ist zu Beginn des Schuljahres 2025/2026 mit 5 Kinder pro Tag gestartet. Zwischenzeitlich nehmen derzeit durchschnittlich 12 Kinder täglich ihr Mittagessen in der Schulmensa ein. Im Frühjahr ist ein Aktionstag „Mensa“ geplant, um noch mehr Schülerinnen und Schüler für das gemeinsame Mittagessen zu begeistern. Zudem prüft die Verwaltung, inwieweit eine Öffnung der Mensa künftig beispielsweise auch für Seniorinnen und Senioren sowie Mitarbeitende der Gemeinde Zaberfeld möglich ist.

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