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Zaberfeld für biologische Vielfalt

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Zaberfeld für biologische Vielfalt | 30.03.2026

Nistkästen und ihre Bedeutung für die Vogelwelt

Für die heimische Vogelwelt in Gärten, in Obstbaumwiesen aber auch in den Wäldern spielen Nistkästen eine entscheidende Rolle zu ihrem Schutz und Erhalt in unserer Kulturlandschaft.

Dort, wo ihre natürlichen Nistmöglichkeiten durch Entnahme alter Obstbäume verloren gegangen sind, bietet sich das Anbringen eines Nistkastens, z.B. in der Nähe des gefällten Baumes, unbedingt an.

Nun, fragen wir uns, welche Vogelarten sind ständig auf der Suche nach geeigneten Nistmöglichkeiten? Zunächst sind es die verschiedenen Meisenarten, wie: Kohl – Blau – Sumpfmeisen, welche ja das ganze Jahr über bei uns in den Gärten und auch Wäldern, zu Hause sind oder auch der Kleiber.

Im Frühjahr kehren dann nach und nach die Teilzieher zurück, diese sind zu Beginn der kalten Jahreszeit aus Nahrungsmangel in südlichere Gefilde gezogen. Nun kehren Sie nach und nach zu uns zurück! Zu ihnen gehören u.a. der am meiste bekannte Hausrotschwanz, der gerne Nistmöglichkeiten an geschützten Stellen am Haus, an einem Schuppen, Gartenhaus, annehmen würde, wenn man ihm eine Nisthilfe anbietet. Hierfür ist eine sogenannte „Halbhöhle“ bestens geeignet. Der Gartenrotschwanz dagegen liebt geschlossene Nisthöhlen mit einem ovalen Einflugloch, sein Lebensraum ist die Streuobstwiese. Und auch die Stare freuen sich, wenn man ihnen geeignete Brutstätte aufhängt.

Nistkästen dienen nicht nur allein für die Aufzucht von Jungvögel, sondern sind wichtige Schutzmöglichkeiten vor Witterungseinflüssen gerade auch im Winter. Früher wurden diese aus Holz gefertigt, heutzutage verwenden Hersteller vorwiegend Nistkästen aus Holzbeton, welche sich durch hohe Haltbarkeit über Jahrzehnte hinweg, bezahlt machen.

Und die Vögel danken es Ihnen durch biologische Schädlingsbekämpfung im Garten oder Obstbaumgrundstück: Hätten Sie´s gewusst, dass ein einziges Kohlmeisenpaar während der Aufzucht seiner Jungen etwa 6000 bis über 10.000 Raupen zum Nest tragen; dass dazu, während der Hochphase der Aufzucht die Elternpaare den Nistkasten über 900 bis 1175 Mal – im Tag wohlgemerkt – anfliegen? Voraussetzung ist, dass Gärten, Obstbaumgrundstücke vom Einsatz chemischer Produkte (Pestizide) freigehalten werden! Durch Verzicht auf Einsatz giftiger Chemiestoffe, geben wir der Natur als wertvollen Beitrag zum Artenschutz das anteilig zurück, was wir ihr über Jahrzehnte hinweg genommen haben.

Anmerkung: Die Artenvielfalt vom Insekt über Amphibien, Vögel bis zum Säugetier ist in den letzten 40 Jahren um 80 % besorgniserregend eingebrochen.

Noch wird so manche Frage offenbleiben. Zum Beispiel Auswahl der richtigen Nisthilfe und Anbringen derselben, das spätere Reinigen (was ist zu beachten) oder wo können Nistkästen bestellt werden, vielleicht auch im Rahmen einer Sammelbestellung?

Hierüber wenden Sie sich gerne an den Naturschutzverein Zaberfeld e.V. per E-Mail: D.Loistl@naturschutz-zaberfeld.de

Empfehlung: Schauen Sie sich den neu eingerichteten Nistkasten-Lehrpfad, beginnend am oberen Parkplatz/Mannwald/Nähe Naturparkzentrum, an. Er wird Sie in Ihrer Entscheidung bestätigen. Es lohnt sich!

Unter dem Motto: Schützen, was unsere Lebensgrundlage ist…!

grüße ich Sie herzlich Ralf Rodewald

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