Klimaschutzmanagement | 27.04.2026
Am Montag letzte Woche fand im Ratssaal in Güglingen die Abschlussveranstaltung zur Biotopverbundplanung statt, die aber den Abschluss nur in theoretischer Hinsicht darstellt. Praktisch kann jetzt mit den Maßnahmen begonnen werden. Dazu wurden Flächenbesitzer, Bewirtschafter und alle Interessierten im GVV Gebiet zum Workshop am 20. April eingeladen.
Knapp 60 Personen sind der Einladung gefolgt und haben sich an Tischen zu den Themenbereichen: Weinbergbrachen, Streuobst und Naturschutzgebiet Spitzenberg zusammengesetzt. Ebenfalls der Einladung gefolgt sind einige Beweider und Grünlandbesitzer, welche sich zu einem eigenen Themenkomplex zusammengefunden haben. Betreut werden konnten die Tische von einer ganzen Reihe Experten, die eigens den Weg nach Güglingen gefunden haben. So waren Vertreter des RP Stuttgart, des Landratsamts, des Naturparkzentrums, den LEVs, der Verwaltungen und unseres betreuenden Büros StadtLandFluss zu Gast.
Der rechtliche Rahmen sei klar, so Michael Tauch bei der Begrüßung: "Im Naturschutzgesetz Baden-Württemberg ist festgelegt, dass bis 2030 mindestens 15 Prozent des Offenlandes als Biotopverbund gesichert sein müssen. Das sei ein ambitioniertes, aber erreichbares Ziel, wenn man mit einer guten Planung startet und viele Menschen bereit sind, mit anzupacken.“
Die ersten konkreten Ideen sind am Abend schon entstanden, an anderer Stelle wurden die Probleme und Schwierigkeiten aufgezeigt. Vor allem beim Thema Weinbergbrachen herrscht große Unsicherheit darüber, wie es in den nächsten Jahren weitergeht. Trotzdem kann man sich schon jetzt vernetzen und sondieren, wann an welcher Stelle größere, zusammenhängende Brachflächen bestehen oder in den nächsten Jahren entstehen und frühzeitig die Weichen zu stellen, um diese bspw. kostengünstiger im Verbund zu pflegen.
Dazu sind auch weiterhin Flächenbesitzer mit Angabe Ihrer Flächen aufgerufen, sich bei Klimaschutzmanagerin Serina Hirschmann zu melden, wenn sie in den entsprechenden Mailverteiler aufgenommen werden möchten.
Die Verwaltung wird nun daran arbeiten, aus den Ergebnissen und Anregungen aus den Workshops, nächste Schritte vorzubereiten. Auch die Bewerbung um Mittel aus der Stiftung Naturschutzfond soll weiter vorangetrieben werden.
Unterlagen und die Karten der Potentialflächen sind unter www.gvvoz.de/klima abrufbar.

