Theodor-Heuss-Schule Brackenheim | 27.04.2026
Workshop der Klasse 5a zeigt: Persönlich reden ist oft besser
Eine Nachricht – und schon geht es los: Vorwürfe, Diskussionen, immer mehr Stimmen. Genau dieses Szenario erlebte die Klasse 5a in einem Workshop zum Thema WhatsApp und Streitkultur. Durchgeführt wurde der Workshop von Experten des Kreismedienzentrum Heilbronn, die den Schülerinnen und Schülern praxisnah zeigten, wie schnell digitale Kommunikation aus dem Ruder laufen kann.
In einem digitalen Rollenspiel entstand ein scheinbarer Skandal: Ein Schüler behauptete im Klassenchat, eine Mitschülerin habe Geld aus der Klassenkasse genommen. Innerhalb weniger Minuten mischten sich zahlreiche Kinder ein, bezogen Stellung – und der Streit spitzte sich zu. Neben Vorwürfen und Diskussionen wurden auch Emojis verschickt und Nachrichten gepostet, die gar nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hatten. Doch dann der Perspektivwechsel: Nach der Pause wurde dieselbe Situation persönlich nachgespielt. Plötzlich war alles ganz anders. Im direkten Gespräch stellte sich schnell heraus: Es handelte sich lediglich um ein Missverständnis – das Geld war nicht gestohlen, sondern nur gewechselt worden.
Für die Schülerinnen und Schüler wurde deutlich, wie schnell Konflikte in Messenger-Gruppen außer Kontrolle geraten. Ohne Mimik, Tonfall und direkte Reaktion entstehen Missverständnisse – und viele reden mit, ohne genau zu wissen, was passiert ist.
Am Ende formulierte die Klasse eigene Regeln für den Umgang mit Klassenchats – darunter: Streitigkeiten nicht im Gruppenchat austragen, respektvoll schreiben und nur wichtige Nachrichten teilen. Ein lehrreicher Workshop, der zeigte: Ein persönliches Gespräch ist oftmals der beste Weg!
