Zaberfeld für biologische Vielfalt | 19.05.2026
Vogel des Jahres: das Rebhuhn
Das Rebhuhn (Perdix perdix) aus derFamilie der Fasanen oder Glattfußhühner ist ein etwa taubengroßer Vogel, höchstens 30cm lang, 300 bis 450g schwer und ereicht eine Spannweite von ca. 45cm. Die Federn sind rotbraun bis braun,nur am Bauch und Brust sind sie heller. Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich, die Männchen zeigen einen kastanienbraunen hufeisenförmigen Fleck auf der Brust. Lebensraum ist das strukturreiche Offenland, als Kulturfolger kommt die Art ursprünglich aus den Heidelandschaften Osteuropas. Das Rebhuhn ist in ganz Deutschland verbreitet,
am zahlreichsten im norddeutschen Tiefland, Waldbereiche und höhere Bereiche über 500m sind nicht besiedelt. Der Bestand ist stark rückläufig, man schätzt noch zwischen 20 und 37Tausend Brutpaare in Deutschland, die Jahresvögel leiden unter der intensiven Landwirtschaft mit wenig Verstecken und Nahrungsangebot, zählen als stark gefährdet, Rote Liste Stufe 2.
Die Nahrung des Rebhuhns besteht hauptsächlich aus Pflanzenteilen, aber auch Insekten und Larven, Jungvögel brauchen bis zur 4. Woche ausschließlich eiweißreiche Insekten. Brutzeit ist April und Mai, das Gelege umfasst im Durchschnitt 15 bis 17 Eier, die Jungen schlüpfen Anfang Juni, als Nestflüchter suchen sie sofort in der Nähe nach Nahrung, bewacht von den Eltern, die Familie bildet eine „Rebhuhn-Kette“. Viele Jungen fallen in den ersten Wochen den Feinden wie Füchse, Marder, Katzen, Igel und Greifvögeln zum Opfer, daher die hohe Anzahl. Es gibt aber nur eine Jahresbrut.
Rebhühner sind komische Vögel, obwohl sie fliegen können, haben sie lieber sicheren Boden unter den Krallen. Das Nest wird am Boden gebaut, die Nahrung findet sich am Boden. Zum „Baden“ wälzen sie sich in Sand oder Staub. Auf Bäumen oder anderen Erhebungen finden sich keine Rebhühner, aber zur Flucht rennen sie unglaublich schnell am Boden
In der kalten Jahreszeit bilden die Hühner Gesellschaften, bis zu 20 Tiere bilden eine sogenannte Kette, im Frühjahr bilden sich wieder Paare, die ein Revier besetzen. In den 70er bis 80er Jahren war das Rebhuhn bei Zaberfeld noch häufig, bei Ochsenburg konnte man es in Ortsnähe beobachten, die letzte Meldung vor drei Jahren stammt von Gewann Hagen mit extensiv gepflegten Wiesen und Feldhecken, über neue Meldungen an den Naturschutzverein sind wir sehr dankbar, zumal für das Rebhuhn neue Schutzmaßnahmen geplant sind.
Text: Volker Dühring
