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Zaberfeld für biologische Vielfalt

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Zaberfeld für biologische Vielfalt | 08.06.2026

Blume des Jahres: Feldrittersporn

Bild von Volker Dühring
Bild von Volker Dühring
Bild von Volker Dühring
Bild von Volker Dühring

Die Loki Schmid Stiftung wählte den Feldrittersporn zur Blume des Jahres 2026, um auf den Rückgang vieler Ackerwildpflanzen aufmerksam zu machen.

Der Feldrittersporn (Consolida regalis), auch Ackerrittersporn genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse, die weltweit etwa 2500 Arten umfaßt. Die einheimische krautige Pflanze ist einjährig, überwintert höchstens als Rosette,

zählt zu den Archäophyten ( d.h. heimisch seit mindestens 1492- als Kolumbus Amerika entdeckte). Das Kraut wird bis 50cm hoch, die Wurzel geht auch bis 50cm tief. Die blauen Blüten bilden einen traubigen Blütenstand, Blütezeit ist Mai bis August. Sie besitzen einen nach oben zeigenden Sporn, daher der Name Rittersporn. Balgfrüchte verbreiten reichlich Samen durch den Wind, die Samen sind Kältekeimer. Selten findet man weiße Blüten, das Foto entstand 2012 in einem Acker unterhalb NSG Spitzenberg! Der Feldrittersporn war früher in warmen Lagen in Getreideäckern, auch an Wegen auf mäßig trockenen bis frischen, nährstoffreichen kalkhaltigen Lehmböden nicht selten, durch den modernen Ackerbau und Herbizideinsatz ist die Pflanze gefährdet und selten geworden. Rote Liste Stufe3. Das Bild der Ackerflora von 1990 hat historischen Wert. Die wechselständigen Laubblätter sind ein-bis mehrfach dreiteilig in 1mm breite, lineale Zipfel geteilt. Der Blüten-Nektar ist nur langrüsseligen Hummeln und anderen Insekten mit mindestens 15 mm langem Rüssel zugänglich. Alle Pflanzenteile sind giftig, vor allem die Samen enthalten Alkaloide. Es sollen

bei Rindern Vergiftungen aufgetreten sein. Die Blüten wurden volkstümlich als Heilmittel bei Augenleiden oder in Blasen-und Nierentees verwendet, heute aber werden sie mangels Wirkungs-Nachweis nur noch als Schmuckdroge wegen der blauen Farbe verwendet. Ein Beispiel für den Aberglauben: wer am Johannistag 24. Juni durch den Feldrittersporn ins Johannisfeuer blickt, bleibt das ganze Jahr von Augenleiden verschont!?

Vorsicht ist aber geboten bei nahen Verwandten wie dem hohen Rittersporn (Delphinium elatum) als beliebte Gartenzierpflanze oder dem aus dem mediteranen Raum stammenden Stephanskraut (Delphinium staphisagria) mit sehr starken für Herz und Nerven giftigen Alkaloiden!

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