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Zaberfeld für biologische Vielfalt

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Zaberfeld für biologische Vielfalt | 21.07.2026

Natur des Jahres 2026

Wildpflanze des Jahres 2026: Der gewöhnliche Natternkopf

Der Verein NaturGarten wählte den gewöhnlichen Natternkopf Echium vulgare zur Wildpflanze des Jahres 2026, einen Vertreter der Raublattgewächse, verwandt mit Vergißmeinnicht, Lungenkraut und Borretsch oder Gurkenkraut.

Die bis 80cm hohe attraktive Pflanze findet sich in Trockenrasen, Böschungen und Brachflächen, auf trockenen, sandigen bis steinigen Böden. Blütezeit Mai bis Oktober. Als zweijährige oder ausdauernde Pionierpflanze mit bis drei Meter tiefen Wurzeln ist sie resistent gegen die trockenen Jahre durch die Klimaerwämung, ein Verdunstungsschutz kommt durch die borstige Behaarung dazu. Interessant ist der Farbwechsel der Blüten, zuerst signalisiert die rosa Farbe den Insekten, hier gibt es reichlich Nektar und Pollen zu holen, danach zeigt die blaue Farbe an, hier ist nicht mehr viel zu holen! Als Blütenbesucher wurden 37 Wildbienenarten und über 40 Schmetterlingsarten erfasst, auch viele Käferarten. Daher auch als Käferliebling bezeichnet. Der Name Natternkopf kommt von der gespaltenen Narbe der Blütengriffel. Die Raublattgewächse sind weltweit mit über 1.700 Arten verbreitet, auch Sträucher und Bäume sind darunter. Vielen Urlaubern sind die Natternköpfe auf den Kanarischen Inseln bekannt, dort gibt es 23 endemische Arten -d.h. nur dort vorkommend- , staunend steht man vor 3 Meter hohen roten Blütenkerzen des Wildpret Natternkopf im Nationalpark um den Berg Teide. Übertroffen wird dieser nur noch durch den Pininana-Natternkopf in den Lorbeerwäldern der Insel La Palma: unverzweigt bis 4 Meter hoch!

Aber auch zu Hause im Wildkräutergarten am Naturparkzentrum kann man die kleineren einheimischen prächtigen Blütenstände bewundern.

Bilder und Text: Volker Dühring

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