Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau | 11.08.2026
Nicht alles Gute kommt von oben
Ballentransportwagen können Unfallgefahren bei der Heu- und Strohernte deutlich reduzieren. Gleichzeitig erleichtern sie das Be- und Entladen. Wo ihr Einsatz nicht möglich ist, muss die Ladung fachgerecht gesichert werden.
Wer regelmäßig Heu- oder Strohballen transportiert, profitiert von den Vorteilen eines Ballenwagens. Die großen Ladeflächen bieten eine stabile Auflage und verringern das Risiko, dass die Ladung verrutscht und herabfällt. Gleichzeitig verfügen viele Modelle über integrierte Systeme zur Ladungssicherung. Hydraulisch klappbare Seitenwände, Sicherungsrohre oder Gurtsysteme ermöglichen es, die Ladung vom Boden oder direkt vom Traktor aus zu sichern. Dadurch muss nicht mehr auf die Ladung gestiegen werden und das Absturzrisiko wird auf ein Minimum reduziert. Zudem werden unnötige Laufwege und körperlich belastende Arbeitsabläufe vermieden.
Lässt sich der Transport mit einem herkömmlichen landwirtschaftlichen Anhänger nicht vermeiden, ist eine fachgerechte Ladungssicherung unverzichtbar. Die Ballen müssen nach vorne durch eine ladungshohe Bordwand und seitlich mit Spanngurten gesichert werden. Die Gurte sollten wechselseitig angebracht werden, sodass sich die Ratschen jeweils auf der gegenüberliegenden Anhängerseite befinden. Eine Teleskopstange erleichtert das Überführen der Gurte auf die andere Fahrzeugseite und verhindert, dass auf die Ladung geklettert werden muss. Ebenso wichtig ist ein geeigneter Be- und Entladeplatz. Heu- und Strohballen sollten ausschließlich auf einer ebenen und tragfähigen Fläche be- und entladen werden. So laufen die Ballen weniger Gefahr, zu verrutschen und unkontrolliert herabzufallen.
Die Unterweisungshilfe „Sicheres Arbeiten bei der Strohernte“ kann im Internet heruntergeladen werden unter www.svlfg.de/uh-sicheres-arbeiten-strohernte.pdf. Weitere Informationen zum sicheren Transport von Heu- und Strohballen erhalten Betriebe von den Präventionsfachkräften der SVLFG, zu finden unter www.svlfg.de/ansprechpartner-praevention.
