Kraichgau-Stromberg-Tourismus | 20.10.2026
Am 9. Oktober 2027 führt die vierte Auflage von Eppingen nach Mühlacker. Mit „Schritt für Schritt“ übernimmt ein neuer Veranstalter das gefragte Wanderformat. Der Ticketverkauf beginnt am 21. Oktober 2026
Ein ganzer Tag auf den Beinen, 42 Kilometer durch das Land der 1000 Hügel und am Ziel das Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben: Der Eppinger-Linien-Wandermarathon kehrt zurück. Am Samstag, 9. Oktober 2027, führt die vierte Auflage von Eppingen nach Mühlacker – und damit erstmals in umgekehrter Richtung. Gewandert wird auf dem Eppinger-Linien-Weg, dem einzigen mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichneten Wanderweg der Region. Tickets sind ab Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 10 Uhr unter www.schrittfuerschritt.org erhältlich.
Lange nachgefragt, jetzt wieder im Programm
Der Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. hatte den Wandermarathon 2017, 2019 und 2021 ausgerichtet. Schon die Premiere brachte 400 Menschen auf die Strecke. Bei den folgenden Auflagen standen jeweils 600 Plätze zur Verfügung, die kurz nach dem Anmeldestart vergeben waren. Auch danach erreichten den Verein regelmäßig Nachfragen nach einer Fortsetzung.
Nun führt der Anbieter „Schritt für Schritt“ den Wandermarathon als eigenes Event weiter. Der neue Veranstalter verantwortet Organisation, Durchführung, Ticketverkauf und die Betreuung der Teilnehmenden. Der Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V. und der Naturpark Stromberg-Heuchelberg begleiten die Neuauflage als regionale Partner.
Vertrauter Weg mit neuer Blickrichtung
Start in Eppingen, Ziel in Mühlacker: Wer bei einer früheren Auflage dabei war, lernt die Strecke 2027 aus einer anderen Perspektive kennen. Vertraute Anstiege werden zu Abstiegen, neue Ausblicke begleiten den Weg. Das UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn liegt nun im letzten Streckenabschnitt.
Unterwegs wechseln sich Wälder, Rebhänge und Streuobstwiesen ab. Orte wie Kürnbach und Sternenfels laden dazu ein, die Region auch nach dem Marathon noch einmal in Ruhe zu erkunden. Für den Veranstaltungstag gilt jedoch zunächst: Kräfte einteilen, den eigenen Rhythmus finden und Schritt für Schritt dem Ziel entgegengehen.
Geschichte, die am Weg liegt
Der Eppinger-Linien-Weg folgt einer historischen Verteidigungsanlage. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden ließ die Eppinger Linien zwischen 1695 und 1697 während des Pfälzischen Erbfolgekriegs zum Schutz vor französischen Truppen errichten. Teile des Wall-Graben-Systems sind noch heute im Gelände zu erkennen. Rekonstruierte Wachtürme, sogenannte Chartaquen, und neun Großplastiken des Künstlers Hinrich Zürn machen die Geschichte entlang der Strecke anschaulich.
Seit 2017 trägt der Weg das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands. Wer seine Geschichte zusätzlich digital entdecken möchte, kann dafür die zeigmal App nutzen.
Auch ohne Marathon ein Wanderziel
42 Kilometer an einem Tag sind eine sportliche Herausforderung. Der Eppinger-Linien-Weg lässt sich aber auch in kürzeren Etappen erleben – etwa an zwei Tagen mit Übernachtung in Sternenfels oder in drei Abschnitten mit Stopps in Kürnbach und Maulbronn. So bleibt mehr Zeit für Aussichtspausen, historische Entdeckungen und eine Einkehr unterwegs.
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