Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau | 06.11.2026
Auf ihrer aktualisierten Internetseite www.svlfg.de/frauengesundheit informiert die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Frauen darüber, wie sie körperlich und seelisch gesund bleiben. Zudem zeigt sie Möglichkeiten der medizinischen Versorgung auf.
Die SVLFG geht hier auch auf den Begriff der Gendermedizin ein. Dieses noch junge Teilgebiet der Medizin richtet den Fokus auf das Geschlecht der Patientinnen und Patienten in der medizinischen Versorgung. Gendermedizin ist für Frauen besonders wichtig, weil bislang der Mann mit einem Körpergewicht von 75 Kilo als Standard in der medizinischen Forschung galt. Die besonderen Bedürfnisse von Frauen wurden dadurch nicht ausreichend berücksichtigt.
Dass Frauen eine andere, auf sie zugeschnittene medizinische Versorgung brauchen als Männer, ist wissenschaftlich belegt. Die Gründe dafür liegen zum Beispiel im weiblichen Hormonhaushalt und im Stoffwechsel. Im ärztlichen Praxisalltag wird dieses Wissen aber noch nicht immer berücksichtigt. Studien zeigen zum Beispiel, dass schwere und chronische Erkrankungen, die bei Männern und Frauen gleichermaßen auftreten können, bei Frauen aber zum Teil später diagnostiziert werden als bei Männern. Dazu gehören Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs. Das bekannteste Beispiel ist der Herzinfarkt: Bei Frauen äußert er sich häufig durch Übelkeit, Rückenschmerzen, Oberbauchbeschwerden oder starke Erschöpfung und nicht wie bei Männern durch stechende Schmerzen in der Brust.
Immer wieder berichten Frauen auch, dass ihre Beschwerden von ärztlicher Seite nicht ernst genommen werden. Weil Dosierung und Zusammensetzung von Medikamenten auf Männer zugeschnitten sind, leiden Frauen zudem häufiger unter Nebenwirkungen.