Die Ehmetsklinge in Zaberfeld ist weit mehr als ein beliebtes Naherholungsgebiet – sie erfüllt als Hochwasserrückhaltebecken eine zentrale Aufgabe für den Schutz der Region. Um die dauerhafte Sicherheit und Funktionsfähigkeit dieser Anlage zu gewährleisten, steht in den kommenden Jahren eine sogenannte vertiefte Sicherheitsüberprüfung an. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und umfasst neben technischen Untersuchungen auch umfangreiche Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Artenschutz.
Auf dieser Seite informieren wir fortlaufend über den aktuellen Stand der Planungen, anstehende Schritte sowie die Auswirkungen der Maßnahme – etwa auf den Badebetrieb. Transparenz und frühzeitige Information sind uns dabei besonders wichtig.
Nachfolgend finden Sie die bisherigen Pressemitteilungen. Weitere Updates und Hintergrundinformationen werden im Laufe des Projekts hier ergänzt.

Im Rahmen eines Pressegesprächs informierte der Wasserverband Zaber am 26. Juni 2026 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Fachplanung über die bevorstehende Vertiefte Sicherheitsüberprüfung der Hochwasserschutzanlage Ehmetsklinge. An dem Termin nahmen neben Pressevertreterinnen und Pressevertretern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger teil.
Im Mittelpunkt standen die Hintergründe der Maßnahme, der geplante Ablauf sowie die nächsten Projektschritte. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, Fragen zur Überprüfung und den damit verbundenen Arbeiten direkt an die Verantwortlichen zu richten.
Im Anschluss an das Pressegespräch wurden außerdem die neuen Informationsbanner an der Ehmetsklinge symbolisch enthüllt. Die beiden Figuren „Oma Frieda“ und ihr Enkel „Tim“ informieren Besucherinnen und Besucher künftig auf einen Blick über die Maßnahme. Über den auf den Bannern angebrachten QR-Code gelangen Interessierte direkt auf diese Informationsseite.
Um Sie bestmöglich über das Projekt zu informieren, wird diese Seite fortlaufend aktualisiert. Neben allgemeinen Informationen und Pressemitteilungen finden Sie hier ab sofort auch einen FAQ-Bereich mit Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Vertiefte Sicherheitsüberprüfung.

Hochwasserschutzanlage muss abgelassen, untersucht und teilweise saniert werden
Die Ehmetsklinge in Zaberfeld wird nach der Badesaison 2026 kontrolliert abgelassen. Grund: Der Wasserverband Zaber bereitet eine umfassende Sicherheitsüberprüfung der Stauanlage vor. Dafür müssen das Rückhaltebecken aus dem Jahr 1969 und die Vorsperre vollständig leergelaufen sein. Die Badesaison 2026 ist davon nicht betroffen. Im Jahr 2027 kann die Ehmetsklinge dagegen nicht als Badesee genutzt werden. Vorgesehen ist, dass der Wiedereinstau im Winter 2027 beginnt.
Ehmetsklinge dient auch dem Hochwasserschutz
Die Ehmetsklinge ist bekannt als Badesee, Ausflugsziel und Erholungsort. Zugleich ist sie aber ein technisches Bauwerk und spielt für den Hochwasserschutz eine wichtige Rolle. Die Anlage gilt nach DIN 19700 als Talsperre. Für solche Anlagen gelten besondere Anforderungen an Überwachung, Betrieb und Instandhaltung. Dazu gehört in regelmäßigen Abständen eine vertiefte Überprüfung. Die bislang letzte umfassende Kontrolle fand 2015 statt. Bei der nun anstehenden Überprüfung stehen die Stauanlage, ihre Bauwerke, Leitungen, die technische Ausstattung, die Mess- und Steuerungstechnik sowie die Grundlagen für Betrieb und Sicherheit im Fokus.
Bauteile müssen aus der Nähe geprüft werden
Für die Untersuchung reicht eine Begutachtung vom Ufer oder von der Wasseroberfläche aus nicht aus. Viele wichtige Bauteile liegen unter Wasser oder sind nur eingeschränkt zugänglich. Dazu gehören das Einlaufbauwerk, die Zulaufleitung, das Mönchbauwerk, die Ablaufleitung, das Tosbecken und die wasserseitige Dammböschung. Diese Bereiche müssen trockenliegen, damit Fachleute sie aus nächster Nähe prüfen können. Auch die Betriebsvorschrift und der Planfeststellungsbescheid sehen ein Ablassen des Dauerstaus zu Inspektionszwecken vor. Neben dem baulichen Zustand werden unter anderem auch hydrologische, hydraulische und geotechnische Fragen untersucht. Dazu gehört auch die Standsicherheit des Dammbauwerks.
Ablassen beginnt nach der Badesaison 2026
Der Badebetrieb im Sommer 2026 kann stattfinden. Erst danach beginnt das kontrollierte Ablassen von Hauptbecken und Vorsperre, voraussichtlich im Oktober 2026. Die Planer rechnen damit, dass es rund zwei Wochen dauert, bis das Becken leergelaufen ist. Das Dauerstauvolumen der Hauptsperre beträgt rund 600.000 Kubikmeter. Für diesen Schritt gelten technische und ökologische Vorgaben. Die Wasserabgabe ist auf maximal einen Kubikmeter pro Sekunde begrenzt. Der Wasserspiegel darf um höchstens zwei Meter pro Tag sinken. Diese Vorgaben sollen einen geordneten Ablauf sicherstellen und ökologische Belastungen verringern. So will der Wasserverband zum Beispiel verhindern, dass zu viel Schlamm in die Zaber gespült wird.
Badebetrieb 2027 entfällt
Im Oktober oder November 2026 ist das Abfischen vorgesehen. Nach den bisherigen Abstimmungen übernimmt der Fischereiverein Zaberfeld Organisation und Umsetzung. Der Verein schätzt die Menge auf zehn bis 20 Tonnen Fisch. Die Tiere werden, soweit fachlich möglich, in geeignete Gewässer oder Anlagen umgesetzt oder verwertet. Besonders geschützte Arten erhalten eine gesonderte Behandlung.
Im Dezember 2026 beginnt die Bauwerksprüfung. Daran schließen sich weitere Untersuchungen, Auswertungen und Sanierungsarbeiten an. Vorgesehen sind unter anderem Instandsetzungen an Stahl- und Stahlwasserbau, Korrosionsschutzarbeiten, Betoninstandsetzungen am Mönchschacht, an der Hochwasserentlastung und am Betriebsgebäude sowie Arbeiten an der Böschungssicherung der Dammböschung. Außerdem sind zwei neue Grundwassermesspegel vorgesehen. Die Vorsperre wird entschlammt.
Da sich diese Arbeiten über einen längeren Zeitraum erstrecken, fällt die Ehmetsklinge in der Badesaison 2027 als Badesee aus. Der Wiedereinstau von Hauptbecken und Vorsperre beginnt nach derzeitigem Zeitplan im Winter 2027.
Natur- und Artenschutz spielen eine zentrale Rolle
Die Ehmetsklinge ist nicht nur Badegewässer und Hochwasserschutzanlage. Über viele Jahre ist dort auch ein vielfältiger Lebensraum entstanden. Deshalb haben Natur- und Artenschutz eine große Bedeutung. Fachleute haben die Tierwelt im Bereich von Hauptsee und Vorsperre untersucht und daraus Schutzmaßnahmen für die weiteren Arbeiten abgeleitet.
Die Untersuchungen zeigen die ökologische Bedeutung des Gebiets. Im Untersuchungsraum wurden 63 Vogelarten beobachtet, davon gelten 49 als Brutvögel. Die Gutachter entdeckten acht bis neun Fledermausarten. Sie untersuchten auch die Vorkommen von Reptilien, Amphibien, Teichmuscheln, Libellen, Steinkrebse und weitere Artengruppen.
Für einzelne Arten sind konkrete Maßnahmen vorgesehen. Zauneidechsen im Dammbereich sollen rechtzeitig in geeignete Bereiche im näheren Umfeld umziehen. Teichmuscheln werden während des Ablassens abgesammelt und in umliegende Gewässer gebracht. Für Steinkrebse sind ebenfalls Fang- und Umsetzmaßnahmen vorgesehen. Notwendige Rodungen finden in der Vegetationsruhe zwischen 1. Oktober und 1. März statt.
Der Wasserverband Zaber koordiniert das Projekt und ist zentraler Ansprechpartner für die Gesamtmaßnahme. Die technischen Planungen verantwortet das Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH. Der Verband arbeitet zudem an einer Sonderausstellung im Naturparkzentrum.
Die Ehmetsklinge in Zahlen
Kontakt für die Redaktionen:
Wasserverband Zaber
Geschäftsstelle
Annette Häußer
07046/962616
annette.haeusser@zaberfeld.de
Gemeinde Zaberfeld
Presse- und Öffentlchkeitsarbeit
Stephanie Stuber
07046/962631
stephanie.stuber@zaberfeld.de
Vorbereitungen für die sicherheitstechnische Überprüfung der Hochwasserschutzanlage laufen
Die Ehmetsklinge in Zaberfeld steht vor einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung. Derzeit laufen Planungen und Abstimmungsgespräche. Im Herbst dieses Jahres beginnt der Wasserverband Zaber damit, das große Hochwasserrückhaltebecken abzulassen. Das bedeutet: Die Badesaison 2026 ist nicht betroffen. 2027 wird es dagegen keinen Badebetrieb geben. Großen Stellenwert haben neben technischen Aspekten vor allem Umwelt- und Artenschutz.
Die Ehmetsklinge ist zwar als Badesee überregional bekannt, tatsächlich dient das Becken aber als technisches Bauwerk dem Hochwasserschutz. Die Anlage gilt nach DIN 19700 als Talsperre. Diese Norm schreibt vor, dass solche Bauwerke alle zehn bis 20 Jahre einer sogenannten Vertieften Überprüfung unterzogen werden müssen. Um alle Bauteile kontrollieren und gegebenenfalls reparieren zu können, muss das Seewasser abgelassen werden. Voraussichtlich im Winter 2027 beginnt der Wiedereinstau von Vorsperre und Hauptbecken.
Teil des Genehmigungsverfahrens sind eine ganze Reihe an Gutachten und Untersuchungen. Die Ehmetsklinge ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen geworden. Dem Ökosystem soll möglichst wenig geschadet werden. Fachbüros haben dafür einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt, der Teil des Genehmigungsantrags ist.
Der Wasserverband Zaber wird über den Stand der Vorbereitungen, die Sicherheitsüberprüfung und andere Fragen transparent informieren.
Die Ehmetsklinge in Zaberfeld ist ein Hochwasserrückhaltebecken, das 1970 in Betrieb gegangen ist. Solche für den Hochwasserschutz zentralen Anlagen müssen regelmäßig umfassend geprüft werden. Dafür muss das Seewasser komplett abgelassen werden. Die Vorbereitungen für die anstehende sicherheitstechnische Überprüfung sind inzwischen angelaufen. Erste Abstimmungsgespräche zwischen Wasserverband Zaber, Planungsbüro, Behörden und Nutzern haben bereits stattgefunden. Im nächsten Schritt gibt der Wasserverband Gutachten in Auftrag, die die ökologischen Rahmenbedingungen analysieren. Die Ergebnisse sind Grundlage unter anderem für die Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde. Sollten Ausweichlebensräume für Tiere notwendig sein, müssen diese vor Abfischen und Ablassen des Sees geschaffen werden.
Erst wenn weitere Daten vorliegen, können Wasserverband und Planer einen konkreten Zeitplan erarbeiten. Dann wird definiert, wann der See abgefischt und abgelassen wird. Im Jahr 2025 wird das nicht der Fall sein. Noch offen ist außerdem die Frage, wie lange der Badebetrieb pausieren muss. Dies hängt unter anderem davon ab, in welcher Reihenfolge die einzelnen Arbeits- und Prüfschritte möglich sind. Zur sicherheitstechnischen Überprüfung gehört die Sanierung und die Erneuerung von Bauteilen. Eine detaillierte Einschätzung des Sanierungsbedarfs ist erst nach Ablassen des Sees möglich.
Um Sie bestmöglich zu informieren, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zur Überprüfung an der Ehmetsklinge für Sie zusammengestellt:
Die Ehmetsklinge in Zaberfeld ist für viele Menschen Badesee, Ausflugsziel und Erholungsort. Gleichzeitig ist sie ein technisches Bauwerk mit wichtigen Funktionen für den Hochwasserschutz. Der Wasserverband Zaber bereitet deshalb eine vertiefte Sicherheitsüberprüfung der Stauanlage vor. Dafür muss das Wasser nach der Badesaison 2026 kontrolliert abgelassen werden. Die Badesaison 2026 ist nicht betroffen. Im Jahr 2027 kann die Ehmetsklinge dagegen nicht als Badesee genutzt werden. Der Wiedereinstau von Hauptbecken und Vorsperre beginnt nach derzeitigem Zeitplan im Winter 2027.
Die Ehmetsklinge ist vielen Menschen als Badesee, Ausflugsziel und Erholungsort bekannt. Zugleich ist sie ein technisches Bauwerk: eine Stauanlage mit Dauerstau. Sie dient dem Hochwasserschutz und der Naherholung. Die Anlage wurde 1969 gebaut. In den Jahren 2000 und 2001 wurde sie umfassend umgebaut und erweitert. Damals wurden unter anderem der Stauraum erweitert, technische Bauwerke erneuert oder saniert, die Vorsperre angelegt sowie Umkleiden und Sanitäranlagen am Badestrand geschaffen. Die Dammhöhe beträgt rund 17 Meter, der Gesamtstauraum 1,16 Millionen Kubikmeter.
Die Ehmetsklinge gilt nach DIN 19700 als Talsperre. Für solche Anlagen gelten besondere Anforderungen an Überwachung, Betrieb und Instandhaltung. Dazu gehört in Abständen von 10 bis 20 Jahren eine sogenannte vertiefte Überprüfung. Die letzte vertiefte Überprüfung fand 2015 statt. Jetzt steht die nächste umfassende Kontrolle an. Dabei wird der Zustand der Anlage systematisch geprüft. Außerdem bereitet der Wasserverband Zaber notwendige Instandsetzungen vor.
Viele Bauteile der Anlage liegen im normalen Betrieb unter Wasser oder sind nur eingeschränkt zugänglich. Dazu gehören das Einlaufbauwerk, die Zulaufleitung, das Mönchbauwerk, die Ablaufleitung, das Tosbecken und die wasserseitige Dammböschung. Diese Bereiche müssen trocken liegen, damit Fachleute sie aus nächster Nähe prüfen können. Eine Kontrolle vom Ufer oder von der Wasseroberfläche aus reicht dafür nicht aus. Auch Betriebsvorschrift und Planfeststellungsbescheid sehen ein Ablassen des Dauerstaus zu Inspektionszwecken alle zehn Jahre vor.
Die Badesaison 2026 ist nicht betroffen. Im Oktober 2026 beginnt das Ablassen von Hauptbecken und Vorsperre. Für Oktober/November 2026 ist das Abfischen vorgesehen. Im November und Dezember 2026 folgt die Bauwerksprüfung. Danach schließen sich weitere Untersuchungen, Auswertungen und Sanierungsarbeiten an. Deshalb kann die Ehmetsklinge in der Badesaison 2027 nicht als Badesee genutzt werden. Der Wiedereinstau von Hauptbecken und Vorsperre beginnt nach derzeitigem Zeitplan im Winter 2027.
Das Ablassen beginnt nach der Badesaison 2026, voraussichtlich im Oktober 2026. Der See wird nicht schlagartig geleert, sondern kontrolliert abgesenkt. Das Dauerstauvolumen der Hauptsperre beträgt rund 600.000 Kubikmeter. Für das vollständige Ablassen sind etwa zwei Wochen angesetzt. Dabei gelten technische und ökologische Vorgaben: Die Abgabe ist auf maximal einen Kubikmeter pro Sekunde begrenzt, der Wasserspiegel darf um höchstens zwei Meter pro Tag sinken.
Das Abfischen bildet einen eigenen Arbeitsschritt. Es ist für Oktober/November 2026 vorgesehen. Nach den bisherigen Abstimmungen übernimmt der Fischereiverein Zaberfeld Organisation und Umsetzung. Die Fischmenge wird auf zehn bis 20 Tonnen Fisch geschätzt. Die Fische werden, soweit fachlich möglich, in geeignete Gewässer oder Anlagen umgesetzt oder verwertet. Besonders geschützte Arten erhalten eine gesonderte Behandlung. Für den Aal sehen die artenschutzfachlichen Überlegungen eine schonende Umsetzung in ein geeignetes Bestandsgewässer vor.
Die Ehmetsklinge ist nicht nur Badegewässer und Hochwasserschutzanlage. Über viele Jahre ist dort auch ein vielfältiger Lebensraum entstanden. Deshalb gehören Natur- und Artenschutz fest zur Vorbereitung des Projekts. Fachleute haben die Tierwelt im Bereich von Hauptsee und Vorsperre untersucht und daraus Schutzmaßnahmen für die weiteren Arbeiten abgeleitet.
Die Ergebnisse zeigen die ökologische Bedeutung des Gebiets: Im Untersuchungsgebiet wurden 63 Vogelarten beobachtet, davon 49 als Brutvögel gewertet. Bei den Fledermäusen wurden acht bis neun Arten festgestellt. Auch Reptilien, Amphibien, Fische, Teichmuscheln, Libellen, Steinkrebse und weitere Artengruppen wurden betrachtet. Die Ehmetsklinge ist damit kein rein technischer Standort, sondern zugleich ein ökologisch sensibler Raum.
Die Planung berücksichtigt diese Situation. Das Ablassen erfolgt kontrolliert und schrittweise. Die Begrenzung dient auch dazu, ökologische Belastungen zu verringern, etwa durch Schlammaustrag in die Zaber unterhalb der Anlage.
Die artenschutzfachlichen Unterlagen sehen mehrere Schutzmaßnahmen vor. Baustelleneinrichtungen konzentrieren sich auf ein möglichst kleines Areal. Gehölze bleiben erhalten, soweit dies mit den Arbeiten vereinbar ist. Notwendige Rodungen finden in der Vegetationsruhe zwischen 1. Oktober und 1. März statt. Auch andere Arbeiten werden möglichst in Zeiträume gelegt, in denen Brut, Fortpflanzung oder Hauptaktivität der Tiere weniger beeinträchtigt werden.
Für einzelne Arten gibt es konkrete Vorkehrungen. Zauneidechsen im Dammbereich sind vor den dort geplanten Baumaßnahmen rechtzeitig in geeignete Bereiche im näheren Umfeld umzusetzen. Der Verband lässt Teichmuscheln während des Ablassens absammeln und in geeignete umliegende Gewässer bringen. Für Steinkrebse sind ebenfalls Fang- und Umsetzmaßnahmen vorgesehen.
Auch Amphibien und gewässergebundene Vogelarten werden berücksichtigt. In den Unterlagen sind Ausweichmöglichkeiten in der Umgebung genannt, etwa andere Gewässer in der Region. Zudem wird der wasserfreie Zustand der Ehmetsklinge möglichst begrenzt, weil Wasserflächen unter anderem für Fledermäuse als Jagdgebiet und zur Wasseraufnahme wichtig sind.
Die Vorsperre ist Teil der gesamten Stauanlage. Sie wurde im Zuge des Umbaus 2000 und 2001 angelegt und liegt vor dem Hauptbecken. Sie wird entschlammt. Dafür braucht es mehrere Schritte: Proben wurden bereits genommen und untersucht. Das Material ist nicht belastet und kann auf umliegenden Äckern ausgebracht werden.
Die vertiefte Überprüfung umfasst die Anlage als Ganzes. Geprüft werden Bauwerke und Leitungen, die wasserseitige Dammböschung, die Bauwerks- und Betriebsüberwachung sowie Steuer- und Messtechnik. Hinzu kommen hydrologische und hydraulische Untersuchungen sowie geotechnische Untersuchungen zur Standsicherheit des Dammbauwerks. Es geht also nicht um einen einzelnen Bauteilcheck, sondern um eine umfassende technische Bestandsaufnahme der Stauanlage.
Vorgesehen sind unter anderem Instandsetzungen an Stahl- und Stahlwasserbau, Korrosionsschutz, die Erneuerung der Pegellatte am Beckenpegel, Arbeiten an der Böschungssicherung der wasserseitigen Dammböschung sowie Betoninstandsetzungen am Mönchschacht, an der Hochwasserentlastung und am Betriebsgebäude. Außerdem werden zwei Grundwassermesspegel erstellt. Hinzu kommen die Entschlammung der Vorsperre und Unterhaltungsmaßnahmen für den späteren Badebetrieb, etwa an Schwimmkette und Uferpflege. Weitere Maßnahmen können sich aus der aktuellen Überprüfung ergeben.
Verantwortlich ist der Wasserverband Zaber. Er koordiniert das Projekt und informiert über die weiteren Schritte. Fachbüros, Gutachter, zuständige Behörden, der Fischereiverein und weitere Beteiligte bringen ihre jeweilige Expertise ein. Der Wasserverband bleibt zentraler Ansprechpartner für die Gesamtmaßnahme.
Der Wasserverband Zaber informiert rechtzeitig über die nächsten Schritte. Dazu gehören der genaue Ablauf des Ablassens, das Abfischen, die artenschutzfachlichen Maßnahmen, die Arbeiten an der Vorsperre und die späteren Sanierungsschritte. Ziel ist, Gründe, Ablauf und Folgen der Maßnahme nachvollziehbar zu erklären. Vorgesehen ist auch eine Sonderausstellung im Naturparkzentrum.
Zuständig für die Maßnahme ist der Wasservand Zaber. Der Geschäftssitz befindet sich im Rathaus der Gemeinde Zaberfeld. Verbandsvorsitzende ist die dortige Bürgermeisterin Diana Danner.
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Wasserverband Zaber
Geschäftsstelle
Annette Häußer
07046/962616
annette.haeusser@zaberfeld.de
Gemeinde Zaberfeld
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stephanie Stuber
07046/962631
stephanie.stuber@zaberfeld.de