Die Ehmetsklinge in Zaberfeld ist weit mehr als ein beliebtes Naherholungsgebiet – sie erfüllt als Hochwasserrückhaltebecken eine zentrale Aufgabe für den Schutz der Region. Um die dauerhafte Sicherheit und Funktionsfähigkeit dieser Anlage zu gewährleisten, steht in den kommenden Jahren eine sogenannte vertiefte Überprüfung an. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und umfasst neben technischen Untersuchungen auch umfangreiche Maßnahmen im Bereich Umwelt- und Artenschutz.
Auf dieser Seite informieren wir fortlaufend über den aktuellen Stand der Planungen, anstehende Schritte sowie die Auswirkungen der Maßnahme – etwa auf den Badebetrieb. Transparenz und frühzeitige Information sind uns dabei besonders wichtig.
Nachfolgend finden Sie die bisherigen Pressemitteilungen. Weitere Updates und Hintergrundinformationen werden im Laufe des Projekts hier ergänzt.
Vorbereitungen für die sicherheitstechnische Überprüfung der Hochwasserschutzanlage laufen
Die Ehmetsklinge in Zaberfeld steht vor einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung. Derzeit laufen Planungen und Abstimmungsgespräche. Im Herbst dieses Jahres beginnt der Wasserverband Zaber damit, das große Hochwasserrückhaltebecken abzulassen. Das bedeutet: Die Badesaison 2026 ist nicht betroffen. 2027 wird es dagegen keinen Badebetrieb geben. Großen Stellenwert haben neben technischen Aspekten vor allem Umwelt- und Artenschutz.
Die Ehmetsklinge ist zwar als Badesee überregional bekannt, tatsächlich dient das Becken aber als technisches Bauwerk dem Hochwasserschutz. Die Anlage gilt nach DIN 19700 als Talsperre. Diese Norm schreibt vor, dass solche Bauwerke alle zehn bis 20 Jahre einer sogenannten Vertieften Überprüfung unterzogen werden müssen. Um alle Bauteile kontrollieren und gegebenenfalls reparieren zu können, muss das Seewasser abgelassen werden. Voraussichtlich im Winter 2027 beginnt der Wiedereinstau von Vorsperre und Hauptbecken.
Teil des Genehmigungsverfahrens sind eine ganze Reihe an Gutachten und Untersuchungen. Die Ehmetsklinge ist ein wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen geworden. Dem Ökosystem soll möglichst wenig geschadet werden. Fachbüros haben dafür einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt, der Teil des Genehmigungsantrags ist.
Der Wasserverband Zaber wird über den Stand der Vorbereitungen, die Sicherheitsüberprüfung und andere Fragen transparent informieren.
Die Ehmetsklinge in Zaberfeld ist ein Hochwasserrückhaltebecken, das 1970 in Betrieb gegangen ist. Solche für den Hochwasserschutz zentralen Anlagen müssen regelmäßig umfassend geprüft werden. Dafür muss das Seewasser komplett abgelassen werden. Die Vorbereitungen für die anstehende sicherheitstechnische Überprüfung sind inzwischen angelaufen. Erste Abstimmungsgespräche zwischen Wasserverband Zaber, Planungsbüro, Behörden und Nutzern haben bereits stattgefunden. Im nächsten Schritt gibt der Wasserverband Gutachten in Auftrag, die die ökologischen Rahmenbedingungen analysieren. Die Ergebnisse sind Grundlage unter anderem für die Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde. Sollten Ausweichlebensräume für Tiere notwendig sein, müssen diese vor Abfischen und Ablassen des Sees geschaffen werden.
Erst wenn weitere Daten vorliegen, können Wasserverband und Planer einen konkreten Zeitplan erarbeiten. Dann wird definiert, wann der See abgefischt und abgelassen wird. Im Jahr 2025 wird das nicht der Fall sein. Noch offen ist außerdem die Frage, wie lange der Badebetrieb pausieren muss. Dies hängt unter anderem davon ab, in welcher Reihenfolge die einzelnen Arbeits- und Prüfschritte möglich sind. Zur sicherheitstechnischen Überprüfung gehört die Sanierung und die Erneuerung von Bauteilen. Eine detaillierte Einschätzung des Sanierungsbedarfs ist erst nach Ablassen des Sees möglich.
Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Wasserverband Zaber
Annette Häußer
07046/962616
annette.haeusser@zaberfeld.de
Gemeinde Zaberfeld
Presse- und Öffentlchkeitsarbeit
Stephanie Stuber
07046/962631
stephanie.stuber@zaberfeld.de